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Narrenbaumfällen

narrenbaumfaellen1Die letzte Stunde des Narrenbaums hat geschlagen Foto: Angrit DöhmannDas Ende der Fasnet naht und sind nur noch wenige Stunden bis zum Aschermittwoch. Gegen 17.00 Uhr versammeln sich Besucher, Maskenträger und Musiker auf dem Rathausplatz um dem Spektakel hier zu frönen.

Als erste Amtshandlung wird dem Ortsvorsteher wieder der Rathausschlüssel zurückgegeben den die Zunft während der Fasnet in Besitz hatte. Dann geht es Schlag auf Schlag und schon rücken die ersten Hexen und Gehrenmännle, bewaffnet mit Säge und Axt dem Narrenbaum auf den Stamm.

Als Schutz wird der Ortsvorsteher noch daran festgebunden was die Narren jedoch nicht hindert den Baum anzukerben. Ist erst mal eine Kerbe in den Stamm geschlagen geht der Rest verhältnismäßig schnell bis der Baum nun in die gewünschte Richtung fällt. Dazwischen spielen die Schalmeien bis zuletzt das Gehrenmännlelied, das auch ein letztes Mal ertönt.

Mit voller Wucht prallt der Baum auf den Boden und sofort machen sich Gehrenmännle und Hexen daran einen Zweig oder ein Stück Holz zu ergattern. Ein richtiger Fasneter hat übrigens das ganze Jahr über ein Stück Holz vom Narrenbaum in seinem Geldbeutel. Ob es allerdings immer etwas bringt ist fraglich? Zumindest hat man, wenn schon kein Geld, dann aber immerhin ein Stück Holz,- ist ja auch was. Die Puppen, die am Narrenbaum hingen, werden wieder in die Obhut ihrer Mütter gegeben.

Ist der Narrenbaum nun soweit entastet wird er nun für einen guten Zweck versteigert. Allerdings ist das immer eine kostspielige Angelegenheit für den neuen Besitzer. Nicht das Holz selbst, sondern die Verköstigung derer die den Narrenbaum überbringen verteuert die Sache ungemein. Aber was soll's, es dient schließlich dem Brauchtum.

Nach Einbruch der Dunkelheit findet ein weiteres Ereignis auf dem Rathausplatz statt. Es ist der letzte Auftritt des Hexentanzes, um einen Kessel mit wärmendem Feuer, in dieser Fasnet. Dies ist jedes Jahr eine Attraktion die sich die Besucher nicht entgehen lassen wollen.

Für das leibliche Wohl gibt es Kaffee und Kuchen, die guten „Roten" von „Bobby's Grill" und natürlich den exzellenten „hoißen Moscht vom Gehroloch" nach einem überlieferten Rezept von unserem Ehrenzunftrat Schorsch Matzenmüller.

Fasnetshochzeit

rathaussturm2-2Die neu Vermählten, Prinzessin Sabine und Prinz Klaus Foto: Carmen MauryEin besonderes Schauspiel ist die Vermählung zweier Narren nachdem der Narrenbaum gefällt ist. Es sind solche Maskenträger die in der Fasnet besonders aufgefallen sind, also kurz und gut skandalträchtige Mitglieder. Sie werden vom Vize vor den Augen vieler Besucher vermählt und dabei auch gleich verkündet, dass die Heirat automatisch mit Eintritt des Aschermittwochs wieder gelöst wird. Manch ein Partner oder Ehegatte hat hier schon mit den Augen gerollt als seine Holde plötzlich in den Armen eines anderen war.

Bezeugt wird die Heirat durch eine Urkunde und einen Heiratspass. Natürlich ist es die Pflicht des Bräutigams, oder auch der Braut ihr/en Partner den Rest des Abends frei zu halten. Ob allerdings mehr läuft ...? – eher ein Thema für den Mitgliederbereich!