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Fasnetshochzeit

Einmal wollte Bäckermeister Bernhard Amann eine besondere Gaudi machen: eine „Fasnetshochzeit". Alle Beteiligten waren Männer.

fasnetshochzeitQuelle: Heimat- und Geschichtsverein Ailingen / BergBraut: Bernhard Meschenmoser
Bräutigam: Bernhard Amann
Brautmutter: Josef Schlecker
Brautvater: Josef Eberle
Brautjungfer: Hans Matt
Ehrengeselle: Albert Birnbaum
Kutscher: Bernhard Jakob (Fricke)
Koch und Hochzeitslader:
Baptist Schmäh (andere meinen Mathäus Schmäh)

Sie fuhren in einer fasnachtsmäßig dekorierten Chaise. Voraus fuhr eine Gruppe Musikanten im Bruckenwagen und spielte zünftige Marschmusik. Man besuchte jeden Ortsteil.

Der Hochzeitslader rief:

„Jeder kann zum Fest heute Abend in die Gerbe kommen, muss auch selbst bezahlen."
Als Pfarrer Gessler den Hochzeitslader hörte, kam er vors Haus und wurde auch eingeladen. Ihm wurde gesagt, dass er abends aber gleich wieder die Scheidung aussprechen müsse. Die Gerbe war voll, und es war ein tolles Fest.

Autor: Edeltraut Krapf

Fasnet in Ailingen vor 1960

fasnet1960Quelle: Heimat- und Geschichtsverein Ailingen / BergSchon seit mehr als hundert Jahren kann die Narretei in Ailingen nachgewiesen werden. Im Seeblatt vom l6. Februar 1882 zum Beispiel wird geworben für eine Aufführung der „Sieben Schwaben" mit anschließender Tanzbelustigung im Gasthaus Gerbe. Interessant dabei ist, daß nicht von der schwäbischen „Fasnet", sondern von „Carneval" und „Fasching" die Rede ist. Ein Modetrend, der heute in der schwäbisch-alemannischen Fasnet verpönt ist.

fasnet1960aWerbung für den Sängerball Quelle: Georg WielandIn den 20er Jahren unseres Jahrhunderts war der Bürgerball im „Adler" das große Ereignis. Im Auftrag des Wirtes ging als Einlader Karl Dummler von Lottenweiler viele Jahre von Haus zu Haus und lud die Bürger zum Bürgerball ein. Dabei trug er einen Hut mit rotem Band und Blumen und einen Stock. Man mußte sich anmelden, doch der Eintritt war frei. Der Ball eröffnete bereits um 16 Uhr mit einem Essen. Es gab Braten, Spätzle, Salate. Abends wurde getanzt.

Die ersten Vereinsbälle veranstalteten die Sportvereine und der Liederkranz. Auch hier war der Eintritt frei. Die Musik wurde von den Tanzenden bezahlt, indem für eine Runde - vier Tänze - 20 Pfennig kassiert wurden. Später konnte man für den ganzen Abend einen „Tanzbändel"kaufen. Er kostete eine Mark und war somit für eifrige Tänzer billiger.